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Kauf ETFs: Schritt-für-Schritt Anleitung

Vielleicht haben Sie sich bereits dafür entschieden, zukünftig entweder einen ETF-Sparplan zu nutzen oder eine größere Summe einmalig zu investieren und somit vom ETF Sparen zu profitieren. Unter dieser Voraussetzung ist es interessant zu wissen, welche Schritte Sie eigentlich absolvieren müssen, um letztendlich ETF-Fonds in Ihrem Bestand zu haben. Daher möchten wir Ihnen im Folgenden eine Schritt-für-Schritt Anleitung geben, die Ihnen dabei helfen wird, gezielt in ETFs zu investieren.

Schritt-für-Schritt Anleitung – ein kurzer Überblick

Es gilt zunächst einige Schritte zu absolvieren, bevor Sie tatsächlich die ersten ETF-Fonds im Bestand haben können. In der Übersicht sind es in aller Regel die folgenden Schritte, die auf dem Weg zum ersten Handelsauftrag zu absolvieren sind:

1. Wertpapierdepots miteinander vergleichen
2. Wertpapierdepot eröffnen
3. ETFs selektieren
4. Handelsauftrag erteilen
5. ETFs werden ins Depot eingebucht

Mit diesen Einzelschritten möchten uns gerne im Folgenden etwas näher beschäftigen.

Wertpapierdepots der Banken und Broker miteinander vergleichen

Die Grundlage dafür, dass Sie später ETF-Fonds im Bestand haben können, besteht in einem Wertpapierdepot. Häufig wird stattdessen auch von einem Depotkonto oder kurz vom Depot gesprochen. Falls Sie ein derartiges Wertpapierdepot noch nicht besitzen, ist es empfehlenswert, die zahlreichen Banken und Online-Broker miteinander zu vergleichen, die ein derartiges Wertpapierdepot im Angebot haben. Dies ist sinnvoll, denn es gibt insbesondere bei den Kosten, aber auch beim Angebot als solchem teilweise größere Unterschiede. Während Sie beispielsweise die anfallenden Depotgebühren mit einem reinen Depotvergleich gegenüberstellen können, bietet es sich zum Vergleich der Leistungen und Services an, sogenannte Reviews zu lesen. Es handelt sich dabei um Erfahrungsberichte, die auf zahlreiche Eigenschaften der jeweiligen Online-Broker und auch Direktbanken eingehen.

In der Übersicht sind es insbesondere die folgenden Vergleichsaspekte, die Sie bei einem Depotvergleich beachten sollten:

• Handelsplattform
• Anzahl handelbarer ETFs
• Depotgebühren
• Ordergebühren
• Kundenservice
• Sicherheit
• Funktionen

Ganz besonders wichtig ist natürlich, dass Sie sich beim jeweiligen Anbieter darüber informieren, welche Auswahl an ETF-Fonds dieser überhaupt zur Verfügung stellt. Dies bezieht sich vor allem auf ETF-Sparpläne, denn ETFs als solche können Sie natürlich in unbegrenztem Umfang über die Börse handeln, unabhängig davon, für welchen Broker oder für welche Bank Sie sich als depotführendes Institut entscheiden.

Wertpapierdepot bei ausgewählter Bank bzw. Broker eröffnen

Haben Sie einen umfangreichen Vergleich der Angebote durchgeführt und eine Bank bzw. einen Broker gefunden, bei dem Sie zukünftig ein Wertpapierdepot führen lassen möchten, geht es im zweiten Schritt nun darum, die Eröffnung des Depots zu beantragen. Dies funktioniert heute für gewöhnlich online, also über die Webseite der Bank oder des Brokers. Wer hingegen zusätzlich gerne eine ausführlichere Beratung nutzen möchte, beispielsweise zum Thema ETFs, der kann natürlich nach wie vor eine Geschäftsstelle aufsuchen. Dies ist selbstverständlich ausschließlich bei sogenannten Filialbanken möglich, die Depotkonten im Angebot haben. Wir möchten uns allerdings an dieser Stelle nur mit der Online-Depoteröffnung befassen, da dies einfach der bequemste und effektivste Weg ist.

In diesem Fall besuchen Sie zunächst einmal die Webseite der Bank bzw. des Brokers, für die Sie sich entschieden haben. Dort werden Sie einen Menüpunkt mit der Aufschrift „Depot eröffnen“ oder Ähnliches finden. Nachdem Sie auf den Button geklickt haben, müssen Sie nur noch einige persönlichen Daten eingeben, wie zum Beispiel Ihren Namen, Anschrift und Geburtsdatum. Der Antrag auf die Depoteröffnung erfolgt komplett online, sodass Sie nach Absenden des Online-Formulars normalerweise eine E-Mail erhalten und Ihre Anmeldung darin bestätigen müssen. Anschließend besteht Ihre Aufgabe darin, sich gegenüber dem das Depot führenden Institut zu legitimieren. Dies kann heutzutage auf mehreren Wegen passieren, wobei die meisten Direktbanken und Broker mittlerweile eines der folgenden zwei Systeme anbieten:

• Postident-Verfahren
• Video- bzw. Webident-Verfahren

Insbesondere das Video- bzw. Webident-Verfahren ist sehr bequem, denn in diesem Fall müssen Sie lediglich kurz Ihren Ausweis in die Webcam halten, nachdem Sie eine Verbindung mit dem Mitarbeiter eingerichtet haben. Beim Postident-Verfahren ist es etwas aufwändiger, denn dann müssen Sie eine Poststelle aufsuchen, dort Ihren Ausweis vorzeigen und der Mitarbeiter wird diese Daten an die Bank bzw. den Broker weiterleiten. Nach der Legitimation ist die Depoteröffnung im Prinzip bereits vollständig abgeschlossen und Sie erhalten Ihre Zugangsdaten, mit denen Sie sich zukünftig auf der Webseite bzw. Handelsplattform einloggen können.

Große Auswahl an Indexfonds: ETFs selektieren

Der dritte Schritt auf dem Weg zum ETF-Bestand ist sicherlich der schwierigste, denn nun geht es darum, aus den vielen Hundert Exchange Traded Funds, die am Markt angeboten werden, die ETFs zu selektieren, die für Sie infrage kommen. Um Struktur in die Suche zu bekommen, ist es sicherlich sinnvoll, dass Sie sich zunächst einmal Gedanken darüber machen, in welche Basiswerte Sie eigentlich gerne investieren möchten. Favorisieren Sie beispielsweise deutsche Aktien, bietet es sich natürlich an, sich für ein DAX-ETF zu entscheiden. Möchten Sie hingegen möglichst weltweit in Aktien investieren und dabei vor allem große Standardwerte indirekt über ETFs im Depot haben, bietet sich zum Beispiel ein Indexfonds an, der auf dem MSCI World Index beruht. Auf diese Weise können Sie die infrage kommenden ETFs nach und nach einschränken, um letztendlich die für Sie passenden Indexfonds zu finden.

Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, die für Sie passenden ETF-Fonds zu finden:

• Möchte ich in Aktien oder Rohstoffe investieren?
• Favorisiere ich bestimmte Länder oder Regionen?
• Möchte ich indirekt in eine bestimmte Branche investieren?
• Ist mir eine geringere Volatilität wichtig? In dem Fall bieten sich vor allem Indizes mit Standardwerten an
• Möchte ich die Chance auf überdurchschnittliche hohe Erträge wahrnehmen? In dem Fall bietet sich ein sogenannter Nebenwerteindex an, bis zum Beispiel der SDAX

Auf zahlreichen Webseiten wird in diesem Zusammenhang übrigens eine ETF-Suche angeboten, mittels derer Sie Schritt für Schritt näher zu den Indexfonds gelangen, die aufgrund Ihrer Vorgaben am besten zu Ihren Anlagezielen passen.

Den ersten Kaufauftrag für ETF-Fonds erteilen

Nachdem Sie nun die Anbieter im Bereich Depot verglichen haben, bei einem dieser Banken oder Broker ein Wertpapier eröffnet haben und wissen, mit welchen Indexfonds Sie gerne am ETF Sparen teilnehmen möchten, geht es im letzten Schritt darum, zu diesem ETF-Fonds den ersten Handelsauftrag zu erteilen. Dies können Sie online über die entsprechende Handelsplattform des ausgewählten Brokers bzw. der Bank vornehmen. Dazu klicken Sie in aller Regel auf der Benutzeroberfläche entweder direkt das angezeigte ETF an oder Sie erfassen bekannte Daten, wie zum Beispiel den ISIN-Code. Anschließend müssen Sie noch einige weitere Angaben machen, insbesondere, wie viele Anteile Sie kaufen möchten, ob Sie beim Kauf ein Kurslimit vorgeben wollen und an welcher Börse die ETF-Fonds gehandelt werden sollen. Nachdem alle im Formular geforderten Angaben gemacht sind, können Sie den Auftrag bestätigen und dieser wird in der Regel umgehend an die entsprechende Börse weitergeleitet. Meistens findet die Ausführung schon kurz Zeit später statt, sodass die ETF-Fonds in Ihr Wertpapierdepot eingebucht werden.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Schritt-für-Schritt Anleitung zum Kauf der ETF-Fonds im Grunde lediglich vier Schritte beinhaltet. Sollten Sie natürlich bereits ein Wertpapierdepot besitzen, entfallen die ersten zwei Schritte sogar. Trotzdem kann es allerdings ratsam sein, in regelmäßigen Abständen einen Depotvergleich durchzuführen, denn die Konditionen ändern sich quasi fortlaufend.